Editorial

Ausgabe Nr. 7 vom Juni 2003


Thomas Kessler, Migrationsbeauftragter des Kantons Basel-Stadt
Julia Morais, Migrationsverantwortliche Basel-Landschaft


Die vorliegende siebte Migrationszeitung haben wir gründlich umgestaltet; Format und Gliederung  machen die Zeitung handlicher und erleichtern die Übersicht. Mehr journalistische Eigenleistungen sichern die inhaltliche Substanz trotz kürzeren Artikeln. Mit diesem Schritt entwickeln wir die Zeitung planmässig weiter: Vor drei Jahren starteten wir mit einer zurückhaltenden Aufmachung, mit ausführlichen Texten und aktuellen Grafiken. Zuerst sollte die interessierte Öffentlichkeit erreicht werden, als Zielgruppe ist der zeitungslesende Mittelstand definiert worden. Über die fünf weiteren Ausgaben ist die Zeitung sukzessive etwas bunter und vielfältiger geworden; es sollten zunehmend auch flüchtig interessierte Leute und sporadische Zeitungsleser/-innen angesprochen werden. Der Evaluationsbericht der Uni Zürich zur bikantonalen (BS/BL) Kampagne «Tatsachen gegen Vorurteile», zu der neben der Migrationszeitung die ganzseitigen Anzeigen, der Internet-auftritt (www.migration.bl.bs.ch) und die begleitenden Events gehören, unterstützt die weitere Popularisierung der Kampagne.

Neben der Ausweitung der Zielgruppen stellt sich auch die Frage der geografischen Erweiterung.  Einzelne Städte und Kantone wollen sich an der Informationskampagne beteiligen, sofern die örtliche Politik und die (Staats-)Finanzen das Mitwirken zulassen. Dies ist im nationalen Interesse dringend nötig. Die «Ausländerpolitik» wird vielerorts immer noch ohne Faktenkenntnis und polemisch debattiert. Dies ist Zeitverschwendung, - die Schweiz, die faktisch seit über 50 Jahren stärker von Migration geprägt wird als die USA, Kanada oder Australien, kann stolz sein auf ihre polykulturelle Ur-Identität und die Integrationsleistungen der letzten Generationen. Nicht mit Jammern und Schimpfen meistern wir die aktuellen Herausforderungen, sondern mit Sachlichkeit und echtem Engagement. Dann sehen wir auch die Chancen für unser Land. Nutzen wir sie!


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