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 Die Baselbieter Stabstelle für Integrationsfragen nutzte das grosse
eidgenössische Turnfest im Kanton BL, um die sportlich-kulturelle Vielfalt der bei
uns lebenden Migrationsbevölkerung vorzustellen.
Verschiedene Kulturen zeigen sich am grossen Turnfest - hier: afrikanische Tänze.
Statt ihre Muskeln nur für «eidgenössische» Punkte und Ränge
spielen zu lassen, zeigten sich viele Turnerinnen und Turner auch abseits des
hektisch-fröhlichen Turngeschehens in bester Festlaune und -stimmung. Beispielsweise
in einem Nomadenzelt auf dem Marktplatz im Bubendorfer Festzentrum, wo sie eingeladen
waren, zu afrikanischen Tänzen und heissen Sambarhythmen ihre Hüften kreisen zu
lassen oder beim Flamenco mit den Kastagnetten zu klappern.
Im marrokanischen Hochzeitszelt wurde aber auch zu Workshops eingeladen. Diese nutzten
hauptsächlich Kinder und Jugendliche; als es etwa galt, indianische Federbälle
herzustellen oder der tibetanischen Kalligrafie etwas genauer auf die Spur zu kommen und
sich darin gar zu üben...
«Das Publikum liess sich von unserem Angebot begeistern und anstecken», zeigte
sich Julia Morais von der Stabstelle für Integrationsfragen, Baselland, über das
grosse Interesse der Turnfestbesucher am kunterbunten Angebot aus anderen Kulturkreisen,
das unter der Überschrift «Spielwelten» stand, hell erfreut. Zwar
sprachen die «Spielwelten» nur einen kleinen Kreis an, relativiert Julia
Morais die Nachfrage.
Umso spontaner aber liessen sich die Besucher begeistern und zum Mitmachen animieren.
Beispielsweise am Freitagabend, als Mukoko C. J. Chapotoka aus Simbabwe, der in
Münchenstein in seiner Tanzschule unserem Kulturkreis afrikanische Tänze lehrt,
seine jugendlichen wie erwachsenen Schülerinnen in der Hitze des Hochzeitszeltes
tanzen liess. Da vergass selbst eine Gruppe Turner aus Oberbuchsiten für eine
Viertelstunde ihre müden Glieder.
Damit haben die Initianten ihr Ziel erreicht, das nichts anderes vorsah, als die bei uns
lebende Migrationsbevölkerung mit anderen, eben ihren Bewegungsarten, Klängen
und Gesängen auf ihren «heimatlichen Sprach- und Kulturkreis» zu
sensibilisieren und zu begeistern. Und dieses Vorhaben gelang den Menschen aus der
Türkei, Sri Lanka, Brasilien, Portugal, Italien und dem Kosovo beim Turnfest mit
einer grossartigen Unvoreingenommenheit unserem Kulturkreis gegenüber.
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