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Als
Profifussballspielerin hielt sie sich am liebsten im Mittelfeld hinter den Stürmerinnen auf; heute spielt
sie immer auf jener Position, auf der sie vom Team gerade gebraucht wird. Permi Jhooti, auf deren Geschichte
der Erfolgsfilm «Bend it like Beckham» basiert, kickt beim Frauenteam des Basler Clubs Concordia. Seit
2005 lebt die 36-jährige Engländerin mit indischen Wurzeln in der Schweiz; sie war ihrem Mann gefolgt,
der eine Stelle bei Novartis antrat. In Basel hat Jhooti, die an der Universität
Basel als Informatikerin in der Herzforschung arbeitet, von Anfang an den Kontakt zu den Einheimischen
gesucht. Dass der Anschluss an die Basler auf dem Fussballrasen zustande kam, erstaunt nicht. Dennoch
fiel Jhooti der Einstieg bei Concordia wegen der Sprachbarriere nicht leicht. Inzwischen büffelt Jhooti
aber fleissig Vokabeln. Eine grosse Motivation ist dabei die Freundschaft mit der italienischen Torhüterin.
Allmählich wird Deutsch für die beiden zur gemeinsamen Sprache: «Zuerst haben wir nur über Blickkontakt
kommuniziert». Übrigens bringt Jhooti nicht nur eine reiche Fussballerfahrung ins Team ein – ihren Mitspielerinnen
hat sie auch schon das Tanzen zu Bollywoodmusik beigebracht.Jhooti, deren
Eltern aus Indien nach Grossbritannien auswanderten, ist davon überzeugt, dass sich jeder Migrant bemühen
sollte, in der neuen Heimat Fuss zu fassen. «Ich glaube, am unglücklichsten sind hier jene Ausländer, die einfach darauf warten, dass ihnen die Schweiz etwas bietet. Integration läuft aber umgekehrt.» Bereut habe sie den Umzug nie: In Basel erinnere die Vielfalt an Nationalitäten sogar an London, doch
sei das Gemeinschaftsgefühl hier viel ausgeprägter als in der englischen Hauptstadt. Jhooti könnte sich
denn auch gut vorstellen, an den Kommunalwahlen teilzunehmen. Ihre Nationalität aber gäbe sie nicht
preis – auch nicht für das Stimmrecht. «Ich will mich einleben in der Schweiz, so gut es nur geht. Aber ich
bin eine Britin.» Kristin Kranenberg; Foto: pc |
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