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«Reisfresser»
und «Schlitzauge» wurde Max Loong in der Schule ab und zu genannt. Er nahm es meist mit Humor, doch
«es gab auch Ausdrücke, die mich verletzten, und dagegen habe ich mich gewehrt». Der 26-Jährige wurde
als Sohn eines Chinesen und einer Schweizerin in Malaysia geboren und kam mit drei Jahren in die Schweiz.
«Da ich noch so klein war, hatte ich keine Probleme, mich zu integrieren.» Schwieriger
war für ihn hingegen der Aufenthalt in den USA. Mit dem Besuch einer Schauspielschule in Los Angeles
erfüllte sich der ehemalige Viva-Moderator einen lange gehegten Traum. «Es war nicht einfach, ein Kapitel
abzuschliessen und etwas Neues anzufangen.» Loong versuchte, sich auf eigene Faust in den USA zurechtzufinden,
obwohl ihm die Schweizer Botschaft mit hilfreichen Informationen und Angeboten die Integration erleichtert
hätte. Die ersten drei Monate waren für ihn sehr schwer: «Obwohl ich ein sehr kommunikativer Mensch
bin, war ich anfangs oft einsam und vermisste meine Freunde.» Auch wenn für
ihn die Mentalität der Leute oftmals schwierig zu verstehen war, bleibt ihm der Aufenthalt in Übersee
in guter Erinnerung. «Amerika ist ein Einwanderungsland. Die vielen kulturellen Einflüsse haben zur
Folge, dass die Menschen sehr offen für Neues sind», erzählt er. «Leider verlieren die Amerikaner aber
ihre ursprünglichen Wurzeln.» In seinem jetzigen Wohnort Singapur, wo er seit
rund einem Jahr für den Musiksender MTV Asia als Moderator arbeitet, fühlt er sich wieder mit seiner
Kindheit verbunden. «Ich wurde asiatisch erzogen und die Gerüche, das Essen sowie die Denkweise sind
mir deshalb sehr nahe.» Helen Weiss; Foto: pc |
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