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 Eine Sängerin, ein früherer FCB-Spieler, eine Tänzerin, ein Musiker und
eine Regierungsrätin: Fünf Persönlichkeiten aus Basel-Stadt und
Basel-Landschaft haben der Migrationszeitung erzählt und gezeigt, wie sie wohnen.
Bevor die Wohnung zu voll wird, bestellt Nubya eine Abfallmulde. An ihrem Rückzugsort
braucht die Basler Sängerin Platz für sich und die Freunde, die sie
einlädt. Wenn sie mal in Basel ist.

Mag Möbel mit orientalischen Einflüssen: Nubya. Bild: dp
Wenn Nubya nach einer Tour mit der deutschen Band PUR - nach Nächten in Hotels und
anstrengenden Konzerten - nach Basel zurückkehrt, schätzt sie ihre Altbauwohnung
am Rand des Kleinbasels besonders. "Es ist wirklich ein Heimkommen, hierhin ziehe ich
mich nach all dem Trubel gern zurück."
Dabei hat sich die Basler Sängerin in ihren vier Wänden noch lange nicht fertig
eingerichtet. "Aber wahrscheinlich ist das auch gut so. Man muss immer etwas
verändern können." Grosse Einrichtungsstücke wie etwa ihr Sofa hat sie
eher schlicht gewählt, dazu kombiniert die 30-Jährige Möbel aus Holz, warme
Farben, Souvenirs von Reisen.
Ob sie auch Einrichtungsgegenstände aus der nigerianischen Heimat ihres Vaters
besitzt? "Nicht mehr als andere", antwortet sie. "Mir gefallen bei
Möbeln ganz allgemein orientalische Einflüsse." Wenn sie nach Marokko in
die Ferien gehe, könne sie für nichts garantieren.
Kein Glück mit Topfpflanzen
"Aber ich hasse voll gestellte Wohnungen", erzählt sie. "Ich brauche
Platz und Licht." Deshalb hat sie auch schon Abfallmulden bestellt und gefüllt.
Und sie geniesst den Blick ins Grüne. Einmal habe sie auch einen Versuch mit
Topfpflanzen unternommen, aber dann war sie zwei Monate auf Tour - und musste darauf die
Pflanzen entsorgen. Denn ihre Nachbarn, die sie besonders schätzt und mit denen sie
freundschaftlich verbunden ist, waren just zu dieser Zeit in den Ferien. Homestories macht
Nubya nicht. "Meine Wohnung hat mit meinem Job nichts zu tun", sagt die
Sängerin. jeder müsse selber entscheiden, wo er die Grenze zwischen Privatleben
und Beruf setze. "Mir ist meine Privatsphäre wichtig. Das ist doch eigentlich
normal."
In New York lebte Nubya vor zehn Jahren in einer Wohnung, wo die Sonne nicht hinkam.
"Das war schrecklich." Und die Unterschiede, die man in der Weltstadt zwischen
Einwanderern und Einheimischen mache, seien viel stärker zu spüren gewesen als
hier. "Ich dachte früher, New York sei ein melting pot, aber
vielleicht hat sich das ja unterdessen geändert."
Wie sich in Basel ausländische und Schweizer Menschen begegnen, kann die
Sängerin nicht sagen. "Wenn ich hier bin, gehe ich kaum aus. Dann lade ich
Freunde ein und geniesse das Daheimsein." Und wo steht ihr
Lieblingseinrichtungsstück? Nirgends, denn sie sucht noch danach. Doch Nubya ist
sicher: "Irgendwo wartet ein antiker Sekretär auf mich."
Monika Wirth
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