Nordischer Stil für «Cecca»

Behaglichkeit wird in der 5-Zimmer-Wohnung von Massimo Ceccaroni gross geschrieben. Der Fussballer weiss kühles Design mit südländischer Wärme zu verbinden.


Mag es schnörkellos: Massimo Ceccaroni. Bild: dp


In der Wohnung von Massimo Ceccaroni zeugt kaum etwas von seiner Vergangenheit als Verteidiger beim FC Basel. Einzig eine rot-blaue Figur, mit einer Pflanze geschmückt, thront auf der Fensterbank. Auch seine italienischen Wurzeln schlagen bei der Einrichtung kaum durch: "Ich mag den nordischen Stil, verbunden mit südländischer Wärme", erklärt "Cecca".
In seiner grosszügigen 5-Zimmer-Wohnung im St. Johann-Quartier herrschen Möbel in Naturtönen mit geraden Linien vor. Flauschige Teppiche und warmes Licht sorgen für Behaglichkeit. "Wohnen bedeutet für mich Geborgenheit und Sicherheit. Ich bin dankbar, mich in die eigenen vier Wände zurückziehen zu können." Sein liebster Raum ist das Wohnzimmer, wo er sich entspannt, liest und fernsieht. Ceccaroni wurde in Basel geboren und wuchs im Kannenfeldquartier auf. Vor vier Jahren zog er mit seiner Freundin ins St. Johann. Er fühle sich wohl hier, erklärt er. Die hohe Ausländerdichte habe bei der Wohnungssuche nie zur Diskussion gestanden: "Schliesslich habe ich selbst ausländische Wurzeln."

Quartierbeobachter
Er schätzt die Lebendigkeit des Quartiers und empfindet es als Vorteil, dessen Eigenheiten aus nächster Nähe zu beobachten. "Wer auf dem Bruderholz wohnt, sieht nicht, wie gross oder eben klein die Probleme mit den Ausländern wirklich sind." Seine Eltern stammen beide aus der Nähe von Bologna, lernten sich aber erst in der Schweiz kennen. "Mein Vater wuchs in Basel auf und liess sich mit 26 Jahren einbürgern", erzählt "Cecca".
Obwohl er als Schweizer geboren wurde, spürte er als Kind oft Vorbehalte - nicht selten rief man ihm "Tschingg" hinterher. Das Gefühl, anders zu sein als die anderen, wurde ihm auch unterschwellig von der Lehrerschaft vermittelt: "Das Wort Integration kannte man halt damals noch nicht." Trotz seiner Verbundenheit zu Italien ist er in Basel stark verankert. Er ist stolz darauf, Schweizer zu sein: "Das Land hat mir eine Plattform geboten, damit ich mich entwickeln kann."

Helen Weiss

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