Zehn Jahre lang, jeden Donnerstag...

...erschien im «Baslerstab» wöchentlich die Beilage «Per Voi». Sie war aus dem Bedürfnis heraus entstanden, italienischsprachigen Inserenten eine Plattform, Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern ein Informationsangebot zu bieten: Verkaufsinserate, Stellenanzeigen, Wohnungsangebote und vieles mehr war auf den «Per Voi»-Seiten zu finden.



In der Anfangsphase, Mitte der Sechzigerjahre, hatte die Beilage einen Umfang von sechs bis sieben Seiten. Später, Anfang der Siebzigerjahre, schrumpfte «Per Voi» zusehends; am Ende gab es meist nur noch gerade eine Seite. 1975 wurde die Beilage dann eingestellt. Die beiden Faksimileseiten oben stammen aus der frühen, erfolgreichen Phase von «Per voi». Sie sind ein echtes Zeitdokument, das unter anderem auch die Preise und Löhne der Sechzigerjahre aufzeigt. Damals gab es in Basel nur zwei grosse fremdsprachige Bevölkerungsgruppen. Mit italienischen und spanischen Beiträgen war eben ein Grossteil der Basler Bevölkerung ausländischer Nationalität zu erreichen.



Heute wäre das nicht mehr so einfach möglich; inzwischen leben in der Region Basel Bevölkerungsteile ausländischer Nationalität, die über 100 verschiedene Sprachgruppen repräsentieren. Gerade deshalb ist nun die Vermittlung der deutschen Sprache  – als gemeinsamer Verständigungsbasis – ein ganz besonders wichtiges und notwendiges  Instrument aller Integrationsarbeit. Im Gegensatz zur Migrationszeitung, die das Zusammenleben in der Region Basel – über Nationalitätsgrenzen, kulturelle Verschiedenheiten hinweg – durch gezielte Information fördern will, war «Per Voi» vor allem ein kommerzielles Angebot; ein echtes Anzeigenblatt eben.

zurückblättern
blättern