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 Die Vermittlung zwischen zerstrittenen Menschen oder Ländern wird Mediation genannt:
Heute wird der Begriff in der Integrationsarbeit für fast jede Form der Vermittlung
und Übersetzung gebraucht.
Die Vermittlung zwischen Menschen aus verschiedenen Kultur- und Sprachgruppen, aus
unterschiedlichem sozialem Status oder Altersklassen ist im Sozialbereich von jeher
wichtig; seit einigen Jahren gilt die Mediation jedoch als zentrales Instrument der
Integrationsarbeit. In den Spitälern, bei der Familien- und Sozialberatung und an
vielen Schulen bestehen verschiedenartige Übersetzungs- und Mediationsdienste, die
auf die jeweiligen Bedürfnisse der Institutionen ausgerichtet sind.
Der Ausländerdienst Baselland, die GGG-Ausländerberatung in Basel-Stadt oder das
Quartiersekretariat Kleinbasel bieten ebenfalls Vermittlungsdienste an. Derzeit sind
zusätzliche Mediationsprojekte in Umsetzung, um dem Bedarf an ergänzender
Mediation inner- und ausserhalb der Institutionen gerecht zu werden.
Dazu gehört das bereits auf Seite 6 erwähnte Konflikt-Mediationsprogramm
STREIT.LOS, das gezielt auf Konfliktregelung ausgerichtet ist. Ab Dezember 2000 kann bei
Bedarf über eine zentrale Telefonnummer Konfliktmediation angefordert werden; bis
dahin können Fragen zum Projekt an die Projektleitung, Tel. 733 90 19, gerichtet
werden.
Ein weiteres Projekt heisst SESAM 2000. In einem zweijährigen
Internetz-Weiterbildungskurs, der diesen Sommer erfolgreich abgeschlossen wurde, sind
Schlüsselpersonen aus der Migrationsbevölkerung zu interkulturellen
Mediatorinnen und Mediatoren mit speziellen Kenntnissen über das soziale Basel
ausgebildet worden. Das Projekt zielt darauf ab, den Zugang der Migrationsbevölkerung
zu den staatlichen und subventionierten Angeboten zu erleichtern. Internetz übernimmt
bis Juni 2001 bei einem Einsatz der Mediatorinnen und Mediatoren in sozialen und
kulturellen Organisationen die Hälfte der Kosten.
Informationen dazu sind beim Schulinspektorat Baselland, Verena Brönnimann, Tel. 925
50 98, oder bei der Abteilung Jugend, Familie und Prävention in Basel-Stadt, Thomas
Stutzer, Tel. 267 91 31, erhältlich.
Ein weiteres Mediationsprojekt ist vor allem auf die interkulturelle Vermittlung im
Gesundheits- und Erziehungsbereich ausgerichtet, das so genannte MEL des Hilfswerkes HEKS.
Informationen sind bei HEKS, Tel. 367 94 04 (Silvia Gobeli) erhältlich.
Nächstes Jahr soll die Mediationsarbeit in den beiden Kantonen auf der Grundlage
sorgfältiger Erhebungen strukturiert und koordiniert werden. Dazu haben die
Behörden einer privaten Firma den Auftrag erteilt, ein entsprechendes so genanntes
Mediationsprofil zu erstellen, das Aufschluss geben wird über die Nachfrage nach
Vermittlungsarbeit im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich sowie über das
bestehende Angebot, die notwendigen Qualitätsstandards und schliesslich die noch zu
schliessenden Lücken.
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