«DIE ANERKENNUNG FINDET AUF EINER PERSÖNLICHEREN EBENE STATT»2011
– das Jahr der Freiwilligenarbeit. Wo freiwillige Arbeit geleistet werden kann und wie sie eingesetzt
wird – hier stellen wir eine kleine Auswahl an Projekten im Bereich der Jugendförderung vor. ![]() Mit
den Jugendprojektwettbewerben Kanton Solothurn und Baselland sollen Jugendliche
und junge Erwachsene motiviert werden, sich zu engagieren, Ideen zu entwickeln und sie umzusetzen. Bereits
umgesetzte Projekte werden durch die Vergabe von Preisgeldern gewürdigt und die Initiierenden werden
motiviert, weiter aktiv Projekte umzusetzen. Die prämierten Jugendprojekte zeigen als positive Beispiele
auf, wie Jugendliche Verantwortung übernehmen und ihre Lebenswelt durch ihr freiwilliges Engagement aktiv mitgestalten. Zusätzlich werden durch den Abschlussevent mit Preisverleihung und der Verleihung
eines Publikumspreises weitere Jugendliche motiviert, selber initiativ zu werden. Das Feuer des jugendlichen
Engagements wird entfacht! Jugendliche
begeistern Viele
junge Menschen engagieren sich freiwillig. Wir stellen Ihnen ein paar von ihnen vor. Der
20-jährige René Streit wurde für sein Radioprojekt «radiologisch» ausgezeichnet. Dieses Jahr sitzt er selbst in der Jury: «Es ist immer gut, etwas für die Jugend zu tun und mit interessanten
Projekten kann man Jugendliche für etwas Sinnvolles begeistern. Wir von unserem Radio opfern viele Stunden
und haben bisher zu keiner Zeit Geld gesehen. Für mich ist das nicht schlimm, doch man könnte bestimmt
die Qualität des Radios erheblich verbessern, wenn wir Löhne bezahlen könnten.» www.radiologisch.ch ![]() René
Streit,
Jurymitglied Tink.ch Das
Jugendonline-Magazin Tink.ch ist ein junges Medienprojekt, das 2011 den fünften Geburtstag feiern durfte.
Junge Leute üben in neun Redaktionen schweizweit journalistische Tätigkeiten aus. So entsteht ein Onlinemagazin
mit einer wöchentlichen Publikation. Eine Themeneinschränkung gibt es nicht. Wer bei Tink.ch mitmacht
bestimmt die Themen und den Umfang seines journalistischen Engagements selbst. Was anderswo untergeht,
bekommt hier eine Stimme. Tink.ch ebnet vielen auch den Weg in die professionelle Medienwelt. Wer bei Tink.ch mitmachen möchte, braucht keinerlei Vorkenntnisse. Erfahrene Tinks geben ihr Wissen
an Neueinsteiger weiter, es wird eine konstruktive Feedbackkultur gepflegt. Interessiert? Reinlesen,
Newsletter abonnieren oder mitmachen, das alles findet ihr unter www.tink.ch Michael
Dolenšek (27) ist Redaktionsleiter
(Redaktion Basel) und Fotograf bei Tink.ch: «Ich engagiere mich bei Tink.ch, weil es eine tolle Sache ist und ich die Idee dahinter super finde. Bei meinem Posten als Redaktionsleiter kann ich viel einbringen. Ich leite allgemein gerne Teams, koordiniere und organisiere. Zurück kommt, dass ich selbst journalistische Erfahrungen sammeln kann und andererseits ist es eine willkommene Abwechslung zum Alltagstrott. Das Wichtigste für mich ist jedoch, dass man in einem ehrenamtlichen Job eine andere Anerkennung bekommt als in einem Beruf. Dort läuft die Wertschätzung über das Geld. In der ehrenamtlichen Arbeit ist die Anerkennung hingegen auf einer viel persönlicheren Ebene.» ![]() Jana
Kilchenmann, 20 Jahre, Autorin und Redaktionsleiterin bei tink.ch Solothurn. Mädchenwoche Die
Mädchenwoche in Solothurn hat bereits eine langjährige Tradition. Trotzdem geht sie jeden April frisch
und abwechslungsreich über die Bühne. Diesen Frühling haben sich 176 Mädchen in 29 Workshops ausgetobt.
Von Basteln bis Biken war alles dabei. Die Organisation und Umsetzung der Mädchenwoche ist nur möglich
dank dem freiwilligen Engagement eines mehrköpfigen Organisationskomitees. Das Organisationskomitee
wird in jedem Jahr wieder mit ehemaligen Teilnehmerinnen ergänzt und bleibt dadurch am Puls der Jugend. Mittlerweile wird die Mädchenwoche auch in Olten und Dornach angeboten. Die Interkantonale Mädchenwoche
in Dornach ist auch offen für Mädchen und junge Frauen aus den Kantonen Baselland und Basel-Stadt. Die
Mädchenwoche Solothurn gibt es wieder vom 10. – 13. April 2012. Infos und Anmelden unter www.maedchenwoche.ch Die
Studentin
Kimberly Moritz (20) hilft mit, die erste Interkantonale Mädchenwoche zu organisieren. Die junge Studentin
meint über ihre erste grössere ehrenamtliche Aufgabe: «Seit
langem bin ich begeistert, was freiwilliges Engagement alles bewegen und bewirken kann. Unter meinen
Kollegen gab es immer einige aktive und engagierte Menschen, welche ständig Lager, Aktionen oder Festivals
organisierten. Mich hat es schon lange gereizt, selbst bei einem tollen Projekt mitzuwirken. Mit der
Mädchenwoche habe ich mein Engagement gefunden. Ich geniesse es, neue Erfahrungen zu sammeln, Einblicke in die verschiedenen Bereiche eines Projektes
zu erhalten und zu merken, was alles dahinter steckt. Meine Motivation ist die unglaubliche Vorfreude
auf die Durchführung der Mädchenwoche und natürlich die tolle Zusammenarbeit im Organisationskomitee.» ![]() Seniorpartners Im
Frühling 2010 setzte sich die Jugendförderung Kanton Solothurn zum Ziel, den Generationendialog zu fördern
und startete deshalb das Projekt Seniorpartners. Es spricht Menschen ab ca. 55 Jahren an, die Jugendlichen
ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Netzwerke zur Verfügung stellen möchten. Das Projekt soll ältere
und jüngere Leute anregen, voneinander zu profitieren und gemeinsam Projekte zu realisieren. So geben
Junge Erwachsene z. B. ihr Wissen im Bereich Handy- und Computernutzung weiter. Die Senioren unterstützen
Jugendliche im Gegenzug bei der Umsetzung ihrer Projektideen. Ältere Menschen haben ausserhalb der familiären
Strukturen kaum die Möglichkeit ihre Fähigkeiten der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen und ihre
Erfahrungen sinnvoll einzubringen. Das Projekt Seniorpartners möchte sich dem entgegensetzen. Mehr Informationen
finden Sie unter www.jugendfoerderung.ch/seniorpartners Vom
Engagement der Jugendlichen profitieren auch ältere Menschen. So zum Beispiel Kurt Müller, pensionierter
Architekt, der sich beim Projekt Seniorpartners aktiv einsetzt: «Ich hatte stets einen guten Bezug zu
jungen Leuten und sehe ihre Bedürfnisse. Heute bin ich pensioniert und habe genug Freiraum, deshalb
möchte ich mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben und mitwirken. Ich schätze die guten Gespräche
an den Sitzungen und das Zusammensein, es muss nicht immer Geld fliessen.» Viva
con Agua Wasser ist, neben der Luft zum Atmen,
die
elementarste Grundlage zum Leben. Für die Organisation Viva con Agua ist diese Tatsache Motivation,
um Wasserprojekte in aller Welt zu verwirklichen. Die Trinkwasserinitiative Viva con Agua ist eine Plattform
für soziales Engagement, die Energien aus Kunst, Sport, Musik, Kultur und Lifestyle bündelt und somit
zeigt wie bunt, kreativ und spassvoll soziales Engagement sein kann. Jeder kann etwas tun für sauberes Trinkwasser in der Welt, so lautet
die Devise. Viva con Agua will alle motivieren, im eigenen Umfeld aktiv zu werden und hilft Ideen und
Projekte zu realisieren. Sie sehen sich selbst als erste All-Profit-Organisation der Welt. Viva con
Agua ist offen für alle Ideen und gibt jederzeit Inputs und Unterstützung, denn «Du bist der Tropfen».
Mehr Infos unter www.vivaconagua.ch. Ideen, Projekte, Fragen jederzeit
an: kontakt@vivaconagua.ch Gregor
Anderhub (25) ist Geschäftsleiter und Mitgründer bei Viva con Agua: «Bei uns geht es darum, soziales Engagement mit Spass zu verbinden. Es soll niemand aus schlechtem Gewissen heraus handeln, sondern aus Freude. Deshalb sehen wir uns als All-Profit und nicht Non-Profit Organisation. Wir probieren immer, etwas zurückzugeben. Zum Beispiel an den Festivals erhalten die Supporter einen Festivalpass, sehen coole Bands und haben Spass. Das ist sozusagen der Lohn ihrer Arbeit.» ![]() Gregor
Anderhub, Geschäftsleiter und Mitbegründer bei Viva con Agua | |||||||||||||||||||||||||||||||||











