EDITORIAL![]() Kantonaler Integrationsbeauftragter Basel-Landschaft für die Integrationsdelegierten. Foto: z.V.g. Liebe Leserin, lieber Leser Die Themen
Migration und Integration sind – nicht nur wegen der vergangenen eidgenössischen Wahlen – ein politischer
Dauerbrenner. Die Aktualität der Thematik gibt uns Integrationsdelegierten aber auch die einmalige Gelegenheit,
in vielen persönlichen Gesprächen die positiven Seiten einer beidseitig gelebten Integration aufzuzeigen
– ohne dabei die Schattenseiten und Baustellen wegzulassen oder schönzureden. Die
aktuelle MIX beschäftigt sich mit der Thematik Freiwilligenarbeit. Ich bin überzeugt, dass insbesondere
auch dank der Freiwilligenarbeit das Zusammenleben in der Schweiz so gut funktioniert. Rund jede vierte
in der Schweiz lebende Person engagiert sich gemäss dem Bundesamt für Statistik freiwillig. Oder etwas
anders ausgedrückt: Herr und Frau Schweizer leisten pro Jahr ca. 700 Millionen Stunden freiwillige,
ehrenamtliche Arbeit – eine enorme Summe. Im internationalen Vergleich nimmt das freiwillige Engagement
in der Schweiz eine Spitzenposition ein. Und darauf dürfen wir auch stolz sein. Im
europäischen Jahr der Freiwilligenarbeit wollen wir die gesellschaftliche Bedeutung der Freiwilligenarbeit
sichtbar machen und insbesondere den ehrenamtlich Tätigen danken. Dies ist auch das Ziel dieser MIX.
Ein freiwilliges Engagement fördert nicht nur die soziale und kulturelle Integration vieler Menschen
in unserem Land, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur gelebten Begegnung zwischen den Generationen
und den unterschiedlichen sozialen Schichten. Leider
gehen in der Würdigung der Freiwilligenarbeit oft die vielen Migrantinnen und Migranten in unserem Land
vergessen, welche auch hier – mit viel Herzblut und grossem Engagement – einen wichtigen Beitrag zur
Integration anderer Zugezogener und somit für uns alle leisten. Diesen Menschen möchten wir in dieser
MIX ein Gesicht und eine Stimme geben. Ich durfte anlässlich
des diesjährigen Begegnungsfestes «Integra 11» in Liestal, Kanton Basel-Landschaft (siehe Reportage
ab Seite 12), ein weiteres Mal erleben, wie sich unsere zugezogenen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner
im Organisationskomitee, an den zahlreichen Ständen oder mit kulturellen Darbietungen engagiert haben. Ich
wünsche Ihnen nun viel Vergnügen bei der Lektüre der aktuellen MIX und möchte Ihnen in diesem Zusammenhang
noch eine Frage mit auf den Weg geben: Wie könnten wir das doch beträchtliche Potenzial unserer vielen
Expats* verstärkt aktivieren – denken wir darüber nach! *
Ausländische Fachkräfte, welche in international tätigen Unternehmen arbeiten | |||||||||||||||||||||||||||||||||







