«DIE MEINUNGEN GEHEN SCHON MAL AUSEINANDER.»
Die
Herausgeberinnen der MIX waren an der diesjährigen MUBA zusammen mit dem Bundesamt für Migration auf
einer 500 m2 grossen Plattform präsent. Wir haben diese Gelegenheit genutzt und wollten von den Messe-Besucherinnen
und -Besuchern wissen, was für Erfahrungen sie mit Ausländerinnen und Ausländern am Arbeitsplatz machen.

«Ich
war selber mehrere Jahre als Primar-Lehrerin im Ausland tätig. Als offensichtlich anders als die Einheimischen
aussehend beschlich mich in Mexico immer wieder das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Aber explizit negative
Erfahrungen habe ich nicht gemacht und auch in der Schweiz funktioniert die Zusammenarbeit mit Zugewanderten.» Rita
Jau, Basel (BS)
«Ich habe
schon ein Problem damit, wenn ich auf dem Bau nicht mehr Schweizerdeutsch sprechen kann und mich mit
den Waggis (Elsässer; A.d.R.) oder Ossis hochdeutsch unterhalten muss. Bei Detailabläufen können Verständigungsprobleme
dann zu Missverständnissen führen». Anonym

«Ich
habe in der direkten Zusammenarbeit mit Ausländerinnen und Ausländern nur bereichernde Erfahrungen gemacht.
Wenn man sich bewusst macht, dass das Gegenüber sprachlich oder kulturell anders funktioniert, fällt
es einfacher, ihm zu begegnen.» Rahel Gall Azmat, Liebefeld (BE)
«Als
Pensionärin habe ich aktuell keine Erfahrungen am Arbeitsplatz. Generell habe ich aber keine Berührungsängste
mit Ausländern. Nur Frauen mit Kopftüchern kann ich nicht verstehen –auch wenn es vielleicht religiöse
Gründe dafür gibt. Die grüssen oft nicht, vielleicht weil sie nicht deutsch sprechen oder schüchtern
sind.» Anonym

«Ich
arbeite im
Bereich Informatik mit vielen Menschen aus dem Ausland zusammen – hauptsächlich mit Asiaten. Da in der
Branche ein relativ hohes Bildungsniveau herrscht, gibt es keine nennenswerten Probleme. Wir unterhalten
uns einfach auf Englisch oder Deutsch, was für beide Seiten bereichernd ist, weil wir gegenseitig was
dazulernen können.» Christoph Ammann, Hochdorf (LU)

«Bei
uns am Gymnasium gehen die Meinungen schon mal auseinander. Gerade vor der Minarett-Abstimmung hat man
das gesehen, da wurde kontrovers diskutiert. Ich finde, da wurden uns ungerechtfertigt Rassismusvorwürfe
gemacht. In der Klasse haben wir mehrere Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund. Neben den
einzelnen Meinungsverschiedenheiten läuft das prima.»
Ursula
Stürchler, Dornach (SO) |