Tatsachen gegen
Vorurteile
Im
Jahre 2000 starteten die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft erstmals eine bikantonale Kampagne
unter dem Titel „Tatsachen gegen Vorurteile“ mit dem erklärten Ziel, die breite Bevölkerung zu einer
offenen und differenzierten Auseinandersetzung mit Integrationsfragen zu motivieren. Von 2000 bis 2005
wurden 11 Ausgaben der Migrations-Zeitung und grossformatige Anzeigen in den Tageszeitungen der Kantone
und einigen anderen überregionalen Medien realisiert. |
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Was wäre Basel ohne «Ausländer»? Nicht vorhanden.
Denn
schon die ersten Bewohner unserer Gegend waren Kelten und Römer. Das Münster verdanken wir Kaiser Heinrich
II. und Kaiserin Kunigunde von Bayern. Die Universität wiederum stiftete ein Italiener: Aeneas Silvio
Piccolomini. Die Elisabethenkirche verdankt ihren Namen der hl. Elisabeth, einer Deutschen. Der Stolz
unserer Humanistenstadt gründet sich auf Erasmus von Rotterdam und auf berühmte deutsche Professoren
wie Friedrich Nietzsche und Karl Jaspers. Ja selbst «Z Basel an mym Rhy» wurde von einem in Basel geborenen
Badenser gedichtet: Johann Peter Hebel. Die holländische Ärztin Ita Wegmann gründete in Arlesheim die
berühmte Klinik und der deutschen Verlegerin Berta Hess-Cohn verdanken wir eine grosszügige Stiftung.
Und
heute? Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal in den Spitälern, Akademikerinnen und Akademiker aller
Fachrichtungen arbeiten in Basel und sind für unsere Gesundheit ebenso unentbehrlich wie für unsere
Wirtschaft. Und ohne ausländische EDV-Fachleute liefe bei uns buchstäblich nichts mehr. Allein in unserer
chemischen Industrie arbeiten Menschen aus 60 verschiedenen Ländern. Ohne die ausländischen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter könnte sie die Tore schliessen – und Basel damit. Das gleiche gilt für die Bauwirtschaft,
das Gastgewerbe und für unser kulturelles Leben.
Um 1900 hatten in unserer
Region 40% der Einwohnerschaft noch keinen Schweizer Pass. Heute liegt der Anteil der ausländischen
Wohnbevölkerung in Basel-Stadt bei 27%, in Baselland bei 17,2%. Und wir brauchen sie so dringend, wie
sie unsere Toleranz und unser Verständnis brauchen.
Tatsachen
gegen Vorurteile. Ein Beitrag der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft
zu sachlichen Diskussion im Umgang mit Menschen. |
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